Louis Vuitton Pop-Up-Store mit Massivit 3D-Druck produziert

Veröffentlicht am: 24.01.2017

Das australische Unternehmen OMUS, das sich auf 3D-Druck spezialisiert hat, baute im Auftrag der Luxusmodemarke Louis Vuitton in nur 18 Tagen einen Pop-Up-Store auf.

Die ins Auge springende neun Meter breite, zehn Meter lange und 2,7 Meter hohe Struktur wurde mit dem von OMUS vor kurzem installierten 3D-Drucker Massivit 1800 in nur 18 Tagen erstellt und war bis 18. Dezember 2016 im Westfield-Shoppingcenter in Sydney geöffnet.
Laut Robert Grosso, Mitinhaber der in Melbourne, Australien ansässigen OMUS, der mit Louis Vuittons Designagentur Gold Coast Displays zusammenarbeitet, wurde das Unternehmen mit dem Aufbau einer imposanten Megastruktur beauftragt, die als eine aufmerksamkeitsstarke Bühne für die Premiere der neuesten Menswear-Kollektion der Marke diente. Von dem Zeitpunkt, an dem OMUS den Auftrag erhielt, bis zum Datum der Eröffnung des Pop-Up-Stores verblieben nur drei Wochen.
„Nach Erhalt der Designvorgaben mussten wir im Grunde genommen einen optisch ansprechenden Store produzieren, der in einem stark frequentierten öffentlichen Umfeld strukturell stabil ist– und das in Rekordzeit“, erklärt er. Angesichts der Komplexität des Designs und der kurzen Durchlaufzeit war 3D-Druck realistisch gesehen die einzige wirklich mögliche Produktionsmethode, die uns zur Verfügung stand.“
Um den Auftrag zeitnah abzuwickeln, arbeitete OMUS mit einem anderen Massivit 3D-Kunden, der in Sydney ansässigen Composite Images, zusammen. Zur simultanen Produktion von zwei hohlen Platten kamen zwei Drucker des Typs Massivit 1800 mit einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 35 Zentimeter pro Stunde mit jeweils dualen Druckköpfen zum Einsatz. Insgesamt wurden 30 Platten 3D-gedruckt, die als Wände des Pop-Up-Stores dienten.
Anschließend wurden Stützrippen in jede Platte eingesetzt, um sicherzustellen, dass das Gewicht der riesigen 243 Kubikmeter großen Struktur getragen werden konnte. Das gesamte Display wurde dann mit selbstklebendem Vinyl in spiegelndem Chrom überzogen und mit Louis Vuitton-Tierdesigns entsprechend dem Thema der im Store präsentierten Menswear-Kollektion verziert.
„Sowohl Louis Vuitton als auch die Designagentur waren vom Ergebnis begeistert; die ansprechende Optik übertraf ihre Erwartungen und realisierte ihre ursprüngliche Vision, die Opulenz der von Safaris inspirierten Menswear-Linie des Unternehmens auszustrahlen“, so Grosso. „Die Mitarbeiter erklären Besuchern auch gern, welche entscheidende Rolle der 3D-Druck bei dem Projekt gespielt hat und wie er das Prinzip der Innovation und frischen Denkweise von Louis Vuitton verkörpert.“

Foto: Dank der Geschwindigkeit der 3D-Drucker des Typs Massivit 1800 von bis zu 35 Zentimeter pro Stunde stellten OMUS und Composite Images die 30 Platten für den Pop-Up-Store in nur 18 Tagen her.

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Kommentar

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Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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