Das war die Leipziger Buchmesse 2014

Veröffentlicht am: 18.03.2014

„Erleben. Erlesen. Entdecken.“ Dem Credo der diesjährigen Leipziger Buchmesse mit dem Lesefest „Leipzig liest“ folgten 237.000 Besucher, davon 175.000 Besucher auf dem Leipziger Messegelände. Sie alle erlebten vier Tage lang ein stimmungsvolles Literaturfest.

 

Beim Jahresauftakt der Buchbranche präsentierten sich 2.194 Aussteller aus 42 Ländern. Über 3.200 Veranstaltungen an 410 Leseorten boten die Vielfalt der Literatur. Eine erfolgreiche Premiere feierte die Manga-Comic-Convention und zog Manga- und Comicfans aus ganz Deutschland nach Leipzig.  „Der hohe Besucherzuspruch zeigt, dass die Leipziger Buchmesse mit dem Lesefest ‚Leipzig liest‘ der perfekte Ort für Begegnungen ist und der Branche als ideale Marketingplattform dient. Wir sind sehr zufrieden“, so  Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe.

„Die hier gezeigte Begeisterung für Bücher geht Hand in Hand mit dem neuen Selbstbewusstsein des Buchhandels vor Ort. Das lebhafte Interesse vor allem auch der jungen Menschen zeigt, wie aktuell Bücher und das Lesen für diese Generation sind“, ist Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überzeugt.

 

  • „Auftritt Schweiz“
  • Nicht nur das Messegelände, sondern ganz Leipzig, präsentierte sich vier Tage lang als ein besonderer Ort der Schweizer Kultur. Schon am Bahnhof grüßte ein Schweizer Bühnenbild die ankommenden Gäste. In der Stadt luden handgefertigte Schweizer Bänke zum Verweilen ein, eine Straßenbahn führte mit vertonter Schweizer Poesie zum Leipziger Messegelände. Dort und in der gesamten Stadt präsentierten mehr als 80 Autoren in über 150 Veranstaltungen die Neuerscheinungen des Frühjahrs.
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  • tranzyt und Traduki
  • Zum dritten und letzten Mal bot der Schwerpunkt „tranzyt“ Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus. Kurator Martin Pollack präsentierte herausragende Literatur und bot Raum für Diskussionen. Einen Scheinwerfer auf die Neuerscheinungen aus Südosteuropa warf das Netzwerk Traduki. „tranzyt und Traduki bereicherten die Leipziger Buchmesse wieder auf einzigartige Weise“, resümiert Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Der Fokus auf Ost- und Südosteuropa zeigt uns neue Perspektiven auf. Gerade in der aktuell politisch hoch brisanten Lage ist es uns gelungen, den verschiedenen Blickwinkeln breiten Raum für Diskussionen zu bieten.“
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  • Premiere für die Manga-Comic-Convention
  • Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse fand erstmals die Manga-Comic-Convention in Halle 1 statt. 31.000 Manga- und Comicfans tauchten im Ausstellungsbereich sowie in Workshops und Lesungen in die Erlebniswelt ein. „Wir blicken auf eine erfolgreiche und farbenfrohe Premiere“, bilanziert  Buhl-Wagner. „Mit der Manga-Comic-Convention konnten wir den Fans einen großen Raum bieten, um die Vielfalt ihrer Erlebniswelt zu genießen.“
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  • Preisgekrönte Literatur
  • Mit zahlreichen Preisverleihungen diente die Leipziger Buchmesse als Wegweiser am Literaturmarkt. Zum Auftakt der Veranstaltung wurde der Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung an Pankaj Mishra verliehen. Den Preis der Leipziger Buchmesse erhielten Saša Stanišić (Belletristik), Helmut Lethen (Sachbuch/Essayistik) und Robin Detje (Übersetzungen). Insgesamt 15 Preise wurden während der Leipziger Buchmesse vergeben. So lobte unter anderem der Leipziger Lesekompass Bücher und andere Medien, die Lesespaß mit einem lesefördernden Ansatz verbinden. Die Stiftung Buchkunst ehrte die schönsten Bücher aus aller Welt.

 

 

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